HÄUFIGE FRAGEN über die F-Balance

Fragen, die häufig zum Konzept der F-Balance gestellt werden

Warum wird bei der Berücksichtigung der F-Balance die Anwendung der meisten therapeutischen Beschläge vermieden?

Weil zu den derzeitigen Kenntnissen über den Pferdehuf die longitudinale Flexibilität des Hufes und das Nachgehen und Respektieren der natürlichen Grenze der funktionalen Sohle dazugekommen sind. Die F-Balance ermöglicht die körperliche Stabilisierung und Ausbalancierung der Pferde sowie die Vorbeugung und Heilung von Pathologien, die durch die therapeutischen Beschläge des traditionellen Systems bloß gelindert werden. Therapeutische Beschläge heilen die Primärursache der Beschwerden nicht. Das F-Balance Konzept verwirft die Nutzung therapeutischer Beschläge nicht gänzlich, verwendet diese aber in der Regel nicht, weil die Pferde meist ohne diese Beschläge geheilt werden können.

Welche Unterschiede bestehen zwischen der traditionellen Hufzubereitungstechnik und dem F-Balance-Ansatz?

Die traditionelle Hufzubereitung:

  • Strebt immer plan ausgeschnittene Hufe an.
  • Zieht die natürlichen Grenzen nicht in Betracht, wodurch die Hufstruktur beeinträchtigt wird.
  • Berücksichtigt nicht die natürliche longitudinale Flexibilität des Hufes.
  • Hat die Körperbalance des Pferdes nicht als Ziel.
  • Fokussiert darauf, die Folgen der Beschwerden zu bekämpfen.
  • Ist weder messbar noch systematisch wiederholbar.
  • Beruht bei der Übermittlung der Technik auf subjektiven Anhaltspunkten.
  • Erfüllt persönliche Wünsche und übersieht die Bedürfnisse des Pferdes.

 

Die F-Balance:

  • Bereitet den Huf anhand sichtbarer und natürlicher Anhaltspunkte zu.
  • Berücksichtigt die natürliche longitudinale Flexibilität des Hufes.
  • Setzt sich bei der Zubereitung das Körpergleichgewicht des Pferdes als Ziel.
  • Fokussiert darauf, die Ursachen der Beschwerden zu lösen.
  • Ist messbar und systematisch wiederholbar.
  • Beruht bei der Übermittlung auf objektiven Anhaltspunkten.
  • Entspricht den Bedürfnissen des Pferdes und ignoriert die Wünsche des Podologen.

Was sind die wichtigsten Vorteile bei der F-Balance?

  • Das Konzept ist 100 % natürlich und respektiert zu 100 % die Natur des Pferdes (Die traditionelle Podologie arbeitet mit dem Verändern der Bodenfläche des Hufes – hier etwas mehr weg nehmen und dort etwas stehen lassen. Dies geschieht, weil bisher kein Konzept über die natürlichen Grenzen zum Ausschneiden und die longitudinale Flexibilität des Hufes bekannt war).
  • Es werden die Bedürfnisse des Pferdes erfüllt und nicht die des Hufbearbeiters (In der konventionellen Arbeitsweise werden die Vorstellungen des Podologen auf das Pferd übertragen).
  • Sie respektiert zu 100% die Konformation des Pferdes, egal ob diese perfekt oder mangelhaft ist (In der konventionellen Podologie wird dies über subjektive Parameter versucht; jeder Podologe hat hier andere, persönliche Kriterien und erhält damit ebenso subjektive Resultate).
  • Es kann immer auf die gleiche Weise ausgeschnitten werden, da die Referenzpunkte auf Informationen des Hufes basieren. Dies macht die Arbeit reproduzierbar. (Eine konventionelle Hufzubereitung ist jedes mal anders; sogar beim selben Podologen, da sie keine reproduzierbaren Faktoren berücksichtigt).
  • Aufgrund der objektiven Informationen des Hufes sind diese für jenden sichtbar, messbar und somit leicht lehrbar. (Die traditionelle Podologie ist nicht objektiv lehrbar, da keine konkreten Parameter anwendbar sind).
  • Da sich das Konzept ausschließlich auf die Zubereitung des Hufes richtet, kann der Podologe anschließend jede Art von Hufschutz oder Hufeisen anbringen oder das Pferd barhuf lassen.
  • Sie macht die Podologie einfach, messbar und reproduzierbar; und genau dies fürchten viele Podologen.

Berücksichtigt die F-Balance auch die 3 traditionellen Balancen X, Y und Z?

Bei Anwendung der F-Balance werden die drei traditionellen Balancen automatisch und natürlich mit berücksichtigt. Dies geschieht, weil die F-Balance nur natürliche Parameter verwendet und somit die eigene Information des Pferdes. Die Balance X (Huf von vorne gesehen) wird durch das Kürzen am Streßpunkt und entlang der funktionalen Sohle hergestellt.  Die Balance Y (Huf von oben betrachtet) wird durch das Kürzen am Streßpunkt und entlang der funktionalen Sohle sowie durch die longitudinale Flexibilität erreicht. Die Balance Z (Huf von der Seite gesehen) wird auch durch das Kürzen am Streßpunkt und entlang der funktionalen Sohle hergestellt. Das Resultat einer Hufbearbeitung entlang der natürlichen Grenzen des Hufes wird immer eine Harmonie der 4 Balancen –X, Y, Z und F– sein.

Warum fällt es Anhängern der traditionellen Hufzubereitungstechnik so schwer, diesen neuen Ansatz zu akzeptieren?

Es gibt viele Gründe, warum eine große Anzahl Podologen das F-Balance Konzept nicht akzeptieren. Dies beruht in den meisten Fällen auf den Grundregeln des menschlichen Verhaltens. Diese Verhaltensweisen treten ans Licht, wenn – wie in diesem Fall – neue Kenntnisse alt eingesessenes Wissen bedrohen. Im Folgenden werden einige Gründe angeführt, die diese für Menschen normale Abweisung neuer Kenntnisse verursachen:

  • Die Betrachtungsweise des Hufes und des Pferdes im Allgemeinen ist der traditionellen Technik diametral entgegengesetzt; beim F-Balance Konzept handelt es sich schlichtweg um eine andere Denkweise. Podologen und Lehreinrichtungen, die die traditionelle Technik der equinen Podologie anwenden, müssen über Jahrhunderte hinweg angesammelte Kenntnisse ersetzen und das ist nicht einfach.
  • Oft wird davon ausgegangen, dass die Anwendung des Konzepts auch eine Bindung an den Namen bedeutet. Diejenigen, die nicht mit dem Namen des Konzepts in Verbindung gebracht werden wollen, entscheiden, das Konzept zu leugnen. Dies ist bei weitem nicht der Fall. Das Konzept zu kennen und anzuwenden verpflichtet niemanden, sich in irgendeiner Weise an den Namen zu binden.
  • Wenn wir uns etwas Neuem nähern, dann entfernen wir uns entsprechend von dem Alten. Hierdurch werden natürliche Befürchtungen erweckt, vor allem im Zusammenhang mit einem neuen Ansatz, der noch nicht weltweit zu 100 % etabliert ist.
  • Wenn das neue Konzept erstmal verstanden wurde, fragt man sich automatisch, was mit all dem nun unbrauchbar gewordenen Wissen geschehen soll. Da uns das Loslassen schwerfällt und bestimmte Verhaltensweisen voraussetzt, bestehen wir normalerweise auf die uns bekannten Kenntnisse und verweilen in einem Zustand der scheinbaren Sicherheit.
  • Das Konzept würde sich auf einen großen Markt, der vom Verkauf von therapeutischen Beschlägen und anderen Produkten lebt, negativ auswirken, was die Verbreitung des neuen Ansatzes verhindert. Dies könnte sinngemäß mit der Verbreitung von Frieden in einem Umfeld, das von der Herstellung von Waffen lebt, verglichen werden.
  • Manche Vertreter der traditionellen Podologie verfügen über eine große Anzahl an Anhängern, die ihnen Sicherheit verleihen. Die Suche nach neuem Wissen könnte den Verlust besagter Sicherheit mit sich bringen.

Bessert sich die Leistung des Pferdes durch Anwendung der F-Balance?

Ja, weil dieses neue Konzept erlaubt, den Körper absolut auszubalancieren und wenn dies erreicht wird, funktionieren alle Organe harmonisch. Wenn ein Pferd nicht hinkt, ist das keine Garantie maximaler Leistung und das Ausbleiben von Schmerzen steht nicht unbedingt für gute Gesundheit.

Warum wird das F-Balance Konzept innerhalb der equinen Podologie als bahnbrechend angesehen?

Weil dieses Konzept die natürlichen Anhaltspunkte und die longitudinale Flexibilität des Hufes in Betracht zieht. Diese natürlichen Eigenschaften des Hufes waren immer schon sichtbar, wurden bei der Zubereitung aber bisher nie berücksichtigt.

Kann die F-Balance bei allen Pferden angewandt werden?

Ja, weil alle Hufe longitudinal flexibel sind und natürliche Ausschnittsgrenzen besitzen. Die Technik der F-Balance wurde nicht vom Menschen erfunden, sondern entspricht einer natürlichen dem Pferdehuf eigenen Eigenschaft. Aus diesem Grund ist sie bei jedem Pferd vorhanden. Die Arbeit des Podologen beruht darauf, diese in Betracht zu ziehen.

Könnte ein F-Balance- Hufschmied an einem Hufschmiedwettbewerb teilnehmen?

Ja, aber er muss in Betracht ziehen, dass die Bewertung auf der traditionellen Technik basiert, wodurch der Teilnehmer Punkte verliert, sollte er die Hufe von Pferden mit einem latero-medialen Ungleichgewicht gemäß der F-Balance zubereiten.

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